Donnerstag, den 24. 5. 01 , 14 Uhr, Ausstellungser öffnung

Helga Weissová –“Nur Zeichnungen sind geblieben?”

In der Ausstellungsscheune des Kulturvereins werden Arbeiten der Prager Künstlerin Helga Weissová gezeigt.

Helga Weissová wurde als 12-jähriges jüdisches Mädchen in das Ghetto Theresienstadt deportiert und hat dort auf mehr als 100 Bildern das Leben im Ghetto dargestellt. Nach Kriegsende absolvierte Helga Weissová eine Ausbildung als Malerin und hat bis heute mit zahlreichen Bildern ihre Vergangenheit dargestellt und bearbeitet.

Die Ausstellung ihrer Ghetto-Bilder wurde vom Kulturverein im Jahr 2000 gezeigt. Die diesjährige Ausstellung zeigt die Bilder, die Helga Weissová in der Zeit von 1945 bis heute malte.

In diesen Bildern wird deutlich, wie Helga Weissovás Vergangenheit auch in der Gegenwart stets sichtbar ist. Sie zeigt ihre Geschichte in teils abstrakten aber überwiegend realistischen Bildern. Eine wichtige Station ist ein Aufenthalt in Israel, hier lassen die schlichten Stadtmotive nur erahnen, welche Deutung ihnen zuzuschreiben ist. Klarer ist die Vergangenheit sichtbar in Bildern, in denen - über die Jahre hinweg - immer wieder Szenen und Versatzstücken an die Zeit im Ghetto erinnern. Schließlich ist auch die Auseinandersetzung mit religiösen Themen in den Werken enthalten