Samstag, den 12. März 2005, 20 Uhr


'HYPERION'
von Friedrich Hölderlin

Mit Michael Weber und Peter Grund (Musik)

Hyperion ist ein Grieche des 18. Jahrhunderts.
„Hyperion" ist ein Roman in Briefen von Friedrich Hölderlin. Hyperion geht es wie uns allen - früher oder später: Er hat alles verloren. Seine große Liebe, seinen besten Freund, seine Heimat, seine Jugend, seine Ideale, den Sinn, die Freiheit, den Aufstand, die Utopie, die Zukunft... alles Vergangenheit. Aber Hyperion ist nicht wie wir alle: Er gibt keine Ruhe (ein Untoter), er findet sich nicht ab, er macht aber auch nicht einfach weiter. Er sucht das Gelingen im völligen Scheitern, im Gegensatz zum Scheitern im ständigen Gelingen. Gerade in tiefster Nacht und Einsamkeit sucht er das Licht. Allen Verlust, alles Scheitern, alle Verlorenheit, alle Freude und allen Schmerz macht Hyperion in Zusammenarbeit mit seinem deutschen Freund, Vertrauten und Komplizen Bellarmin - beide Fremde im eigenen Land - zum Gedicht, zum Prozeß, zu Geschichte, zum Song: im Schwarzen Hahn, für uns alle!


Im Hölderlin-Solo „Hyperion" gelingt Michael Weber, begleitet von Musiker Peter Grund, der eindringliche Bravourakt, die Dichtung in die Gegenwart zu holen, den Griechenjüngling als Zeitgenossen zu zeigen. Hamburger Abendblatt


Die Verknüpfung von Liebe, Freundschaft und Politik, von Revolution und der Anmaßung, vermeintlich gerechte Ziele auch mit Gewalt durchsetzen zu können, transportiert fast beiläufig eine verblüffende, manchmal schockierende Aktualität, die tageszeitung